Christlich spirituelle Lebensberatung Augsburg

Texte und Übungen zur Stille

Texte und Übungen zur Stille :

 

“Die erste Sprache Gottes ist die Stille.” ! ! !

( Johannes vom Kreuz, spanischer Kirchenlehrer und Mystiker (1542 - 1591) )

Die STILLE : Gedicht von und nach Marion Wilpers

Die Stille ist niemals nur völlig still.
Höre genau zu, was sie deinem suchenden Herzen sagen will.

Oft ist sie sehr laut und sehr spontan.
Es kommt was hoch und du denkst gerad nicht dran.

Du hörst der Stille nicht zu, ist dir unbequem.
Zehntausend Geräusche, du willst lieber gehn.

Du unterdrückst die heilsamen Worte der Stille und lenkst dich zu deinem großen Nachteil nur ab.
Hältst dich sehr lieber mit viel Ablenkung auf Trapp.

Und tagsüber im äußeren z. T. hektischen Leben, da erkennst du es nicht.
Aber in schlaflosen Nächten begegnet dir die Stille, da erwischt es dich.

Dann hörst du hoffentlich in dich rein, denn dein Herz schlägt ganz laut.
Endlich will es dir viele Dinge sagen, die niemals erlaubt.

Nun bist du sehr beunruhigt, von diesem Gefühl,
Des inneren Widerspruchs : aber sei einfach nur still !

Weißt du nicht, daß dort, wo die Unruhe ist,
Nur deine kleine , schöne, unsterbliche Seele spricht.

Denn sie sagt ganz leise in jedem stillen Augenblick :
Laufe doch gerade jetzt nicht weg, erkenne dein Glück.

Aber natürlich : ALLES soll und darf in dir sein,
Eben auch Kummer, Angst und Sonnenschein.

Du bist vor allem ein Mensch und nicht NUR Gefühl.
Aus tiefstem Herzen bitte ich dich : habe dich einfach selbst sehr lieb,
Dann kann kommen was will !

( von und nach Marion Wilpers  vom 8.4. 2022 )

Wer die Stille ertragen kann, ist niemals allein !
( Unbekannt )

Fehlen dem Tag Zeiten des Schweigens und der Stille, so fehlt es ihm letztlich an Wert und Fülle.
( © Otto Pötter (*1948), Dichter, Aphoristiker, Mystiker, Schriftsteller )

Vielleicht fragen Sie sich : Wozu überhaupt die Stille ? ? ?

Eine kleine Geschichte kann die Antwort geben :

" Jemand fragte dies einen Einsiedler, der aber schwieg einfach und führte ihn an einen stillen Teich und warf einen Stein hinein. " Was siehst du ? " Fragte er ihn. Er antwortete : " Wasser, das Wellen schlägt ". Nach einiger Zeit bat er ihn nochmals in das Wasser zu blicken und fragte ihn " Was siehst du jetzt ?"

" Jetzt => sehe / erkenne ich mich selbst, weil das Wasser still ist ". " Siehst du ", antwortete der Einsiedler :

" In der Stille der Abgeschiedenheit, kann ich mein ganzes LEBEN und WESEN  bestens erkennen. Sowie mir und der absoluten, geistigen, bedingungslosen LIEBE Jesu begegnen " .

Wo willst du dich selbst : lieben, begegnen, hören, erkennen, beobachten..... , wenn nicht in der Stille?
( von und nach ©  Helga Schäferling (*1957), deutsche Sozialpädagogin )

Wenn alles still ist, geschieht am meisten.
( Søren Kierkegaard (1813 - 1855) )

" Nahezu alles Übel in der Welt hat eine Wurzel : daß  die meisten Leute, die STILLE  nicht mehr suchen. "

(  von und nach Blaise Pascal )

Die Stille gegen den Lärm der Welt ! ! !

" In der Stille geschehen ja die großen Dinge. NICHT im Lärm und Aufwand der äußeren Ereignisse, sondern in der Klarheit des inneren Sehens, in der leisen Bewegung des Entscheidens, im verborgenen Opfern und Überwinden : wenn das HERZ durch die LIEBE berührt, die Freiheit des Geistes zur Tat gerufen und sein Schoß zum Werk befruchtet wird .   => Die leisen Mächte sind eigentlich die starken ! ! ! . <=

Auf das stillste aller Geschehnisse, auf jenes, das still ist von Gott her, allem Zudrang entrückt, wollen wir jetzt unseren SINN richten : "

( Von Romano Guardini )

Gott Vater an Madre Eugenia Ravasio:

"Was die Menschen in ihrem Inneren besitzen, finden sie nirgendwo anders! Wenn die Stille nicht im Menschen lebt und wenn die Einsamkeit kein Zustand ist, in dem der Mensch sich formen läßt, lebt das Geschöpf ohne Gott! Es gibt keinen Ort auf der Welt, wo Gott gegenwärtiger ist als im Herzen der Menschen. ( und in den heiligen Sakramenten der Kirche ). Dieses Herz ist wahrhaftig die Wohnung Gottes, ein Tempel der Stille!”

" Aus dem Schweigen kommt alle Kraft. "

( Bernhard von Clairvaux )

Möglichkeiten zur Gestaltung der STILLE :

0.) Ich kann die Zeit auch nur absitzen.... und warten bis .......

1.) Ich kann jedem Gedanken, der kommt ein " NEST " bauen, so daß er bleibt, dies führt weniger zur inneren Sammlung

2.) Ich kann die Gedanken kommen und gehen lassen und mich auch  auf ein Fokuswort konzentrieren ..... siehe unten .....

3.) Ich kann im HIER und JETZT ankommen, in meinem KÖRPER ankommen, in der  3. DIMENSION bewußt ankommen, in dem ich mit allen Sinnen lausche / wahrnehme / fühle und NUR beobachte ..... OHNE  festzuhalten ..... ( die Buddhisten sagen dazu : Mahamudra )

3 A.) Ich kann in der STILLE auch die Achtsamkeit in vielfältiger Form einüben, unter anderem durch die Tagesreflexion ( siehe bei Gedichte und Fragen zum Leben )

3 B.) Durch geführte Bodyscan-Meditation (  Dauer ca. 13 Minuten ) mit dem Glücksdetektiv siehe : Body Scan – gesprochene Meditation - YouTube

3 C.) Durch eine sehr ausführliche Bodyscan-Meditation ( Dauer ca. 44 Minuten ) mit Unity Training : Bodyscan | Lernen Wahrzunehmen & Loszulassen - Unity Training - YouTube

4.) Ich kann mir die Sinne verschließen, soweit es möglich ist, indem ich die Augen zumache oder so etwas wie eine Schlafbrille benutze und oder die Ohren mit Gehörschützer gegen den Lärm verschließe, und mich dann durch den Atem nach innen führen lassen .

===>>> bis hin zur  5. Dimension, bei der man im Prinzip alles Irdische nicht mehr wahrnimmt......... nur noch im reinen Geist  ( Jesu ), im reinen Bewußtsein    IST . ( In der Mystik IST )

5.) Ich kann z. B. durch das Jesus-Gebet : ( ständiges Wiederholen von " Jesus Christus erbarme dich meiner " ) mich durch dieses Gebet in die ureigene Tiefe führen lassen ..... ( siehe 6 ) bis hin in die 5. Dimension ( siehe bei 4 ).

6.) Ich kann mich auch durch  Rosenkranzgebete (Z. B. Gegrüßet seist du Maria..... oder Barmherzigkeitsrosenkranz o. a.  ) in meine Tiefe führen lassen, indem ich beim wörtlichen Gebet innerlich hinspüre, hinhöre, und dann aber schweige, wenn  Jesus  meine Seele berührt und mir tiefer begegnen will ..... ( im HERZEN  nicht im Kopf ..... )

7.) Ich kann mir die Wirklichkeit mit meinem Geist bewußt machen, daß Jesus Christus einfach da ist im HIER und JETZT ..... so kann ich im Äußeren verweilen oder mich in Jesus nach INNEN führen lassen ..... z. B. über den Atem ..... bis ich bei ihm im reinen Geist Jesu ankomme, anders ausgedrückt : in der 5. Dimension oder der Mystik .

8.) Auch dies kann man in der Stille auch praktizieren :
A.-) Wahrnehmen
B.-) Annehmen
C.-) Halten
D.-) Fühlen

A.-) Wahrnehmen :
Es ist wichtig unsere Wahrnehmungsfähigkeit zu erhöhen, denn wie sollen wir uns sonst verändern ?
Sich selber in allem beobachten lernen => einfach in allem, was uns ausmacht.

B.-) Annehmen :
Das was ich Wahrgenommen habe innerlich " einfach " akzeptieren, anzuerkennen, daß es da ist => egal was es ist !
C.-) Halten :
Das Wahrgenommene, was immer das ist => aushalten, innehalten, anhalten : einfach mit dem Bewußtsein dabei bleiben => OHNE innere oder Äußere Flucht.
D.-) Fühlen :
Meistens melden sich mit dem Wahrgenommenem Unruhe und auch Gefühle jeglicher Art und Weise, => " einfach " versuchen diese Gefühle liebend, bejahend zu fühlen => IN der STILLE ! ! ! ( die Gefühle zulassen, hineingehen => OHNE sie auszuagieren, dann kann es sich auflösen )

( Von und nach Martin Rubeau => am 12.6.2023 geschrieben )

9.)  Ich kann in der Stille mit folgender Transformation  geistig sehr aktiv sein !

Transformation :

Positive Veränderung / abgeben / loslassen =>

über das Bewußtsein und die Atmung in der Wirklichkeit Jesu Christi, dem allerbesten Transformationscoach seit Menschen Gedenken !

1. Schritt :

A.) Mit dem Bewußtsein an Ihre Kraftquelle gehen

B.) z. B. zum eucharistischen Christus in Ihrem Lieblingstabernakel oder Bibelstelle oder Urlaubsort oder schönes, stärkendes Erlebnis / Ereignis oder..... ?

C.) Diese Ihre persönliche Kraftquelle mit dem Bewußtsein einatmen, im Kopf so lange halten, wie es geht.....

D.) Dann nach INNEN ausatmen => => in Ihre je verschiedensten Anliegen ausatmen,  diese mit der Kraftquelle überfluten, durchfluten, durchdringen .... , solange ausgeatmet bleiben, wie es geht ..... => E.)

2. Schritt :

E.) Mit dem Bewußtsein in ihre je verschiedenen Anliegen gehen, was Sie innerlich bewegt, an das, was Sie transformieren wollen.....

F.) Diese Anliegen tief und bewußt in den Kopf einatmen, im Kopf solange halten, wie es geht !

G.) Dann all Ihre Anliegen in diese Ihre unendliche Kraftquelle ausatmen => =>  und abgeben und innerlich loslassen..... ausgeatmet bleiben, solange es geht...... => A.)

H.) Die Schritte 1 + 2 wiederholen, solange sie sich konzentrieren können, oder eine positive Veränderung eingetreten ist.

Kurze Beschreibung von Meditation und Kontemplation :

Einfach  => => => WAHRNEHMEN <= <= <=      WAS   IST   ! ! !    IN   MIR   und   ÄUSSERLICH    ! ! !

" Ich habe oft gesagt, daß alles Unglück der Menschen dem entstammt, daß sie unfähig sind, in Ruhe allein in ihrem Zimmer bleiben zu können. "

( Blaise Pascal )

Gedanken zur Stille / Meditation von Buddha :

Buddha verglich einmal die Stille in der Meditation mit einem stillen Ozean, auf dem sich keine Welle zeigt. Im Alltagstaumel sehen wir nur die kurzlebigen sich aufbäumenden Wellen und die schäumende Gischt – und übersehen, dass unter den Wellen der Ozean ist: riesig, still und weit. Er ist die Verkörperung der Stille, in der das Unsagbare präsent ist.

Unsere ureigene Essenz ist diese Bewußtseinsdimension. Der Buddhismus sagt dazu Buddha-natur, weil fast jeder meditieren kann - Bei uns Christen ist dies der in uns wohnende Jesus Christus - Diese Dimension des inneren Seins ist dem säkularen Geist als Gewahrsein, Präsenz oder unkonditioniertes Bewußtsein bekannt. o. ä.

( Von und nach Webseite über Achtsamkeit )

Gedanken zur Stille / Meditation : nun von einem Hindu ( ? )

Und Meditation (…) bedeutet einfach, still dazusitzen, nichts zu tun, einfach nur die Stille zu genießen … Und langsam, ganz langsam lernt man die Stille kennen, die das innere Wesen erfüllt. Dann fällt man in dem Moment, in dem man die Augen schließt, in einen stillen, bodenlosen Teich. Und aus dieser Stille heraus kann man sich in jedem Augenblick erneuern. Aus dieser Stille kommt deine Liebe, deine Schönheit, eine besondere Tiefe in deinen Augen, eine besondere Aura um dich herum, eine besondere Kraft deiner Persönlichkeit und eine gewisse Selbstachtung.”
( Von Osho => Bhagwan ; ( Ein Hindu ? ) 11.12.1931 - 19.1.1990 )

" Je stiller du wirst, umso mehr kannst du hören "

( Baba Ram Dass )

" Ich will sitzen und will schweigen und hören, was DU, Jesus Christus, in mir redest. "

( von und nach Meistert Eckhart )

Beim Eintauchen in die Stille ( Kontemplation )

geht es nicht  unbedingt darum, an gar nichts zu denken, sondern darum, sich mit sich selbst und mit Christus zu verbinden und den Geist in den gegenwärtigen Moment der Liebe Jesus zu bringen.

Beobachten SIE das nächste Mal einfach IHRE  Gedanken. Ohne Wertung, ohne Beurteilung. Beobachten SIE  einfach ganz neutral, wie die Gedanken kommen und wie sie wieder gehen.

Und dann konzentrieren SIE sich, auf IHREN Atem. Das bewußte Atmen ( Jesus Christus mit dem Ein.- und Ausatmen  " denken " ) verbindet uns von ganz alleine mit uns selbst und der Liebe.

Und wenn die Gedanken abschweifen, nehmen SIE es wahr, ohne Bewertung, und kommen SIE wieder zurück zu IHREM Atem. => Zur Wirklichkeit der Gegenwart Christi.

Nicht im Trubel,
in der Stille spürst du
dass du lebst !
(© Karl Miziolek (1937 - 2021), österreichischer Hobbypoet )

Schon 5 Minuten in der Stille können eine Veränderung bewirken=>

=> WENN SIE SICH die STILLE TÄGLICH NEHMEN !    ( Aus dem Hamsterrad aussteigen )

Haben Sie MUT und fangen SIE  an und machen dann einfach  weiter , es lohnt sich ! Wenn SIE sich die Zeit nehmen, ruhig zu werden, in die Stille zu kommen und Ihrem Atem zu folgen, dann haben SIE schon 90 Prozent geschafft.

SIE können im aufrechten Sitzen, im Stehen, im Gehen kontemplieren.  SIE können die Augen geöffnet haben oder geschlossen. SIE können an einem ruhigen Ort sitzen oder inmitten des Familientrubels. => Die Wirklichkeit Jesu ist immer da, spürbar oder nicht !

Aber wenn SIE täglich in der Kontemplation mit Jesus ins Gespräch oder in seine Gegenwart gehen, werden SIE mit der Zeit feststellen, daß SIE sich verändern. Denn die Veränderung in IHREM Inneren geschieht durch eine kontinuierliche Praxis. Mit der Zeit werden SIE merken, dass SIE auf bestimmte Dinge anders reagieren, mit schwierigen Situationen anders umgehen.

Auch Stillesein ist ein gewaltig Werk !
( Friedrich Lienhard (1865 - 1929), deutscher Schriftsteller )

" Gott ist ein Freund der Stille. Je mehr wir im stillen Gebet empfangen, desto mehr können wir geben, wenn wir aktiv sind. "

( Mutter Teresa )

Meditation :

Wenn sie  eine geführte Meditation für Entspannung und innere Ruhe erleben / mitmachen wollen / YouTube: Glücksdedektiv

Eine Atemübung die zur Innerlichkeit und Stille führen kann :

Durch das Kohärente Atmen kann man zur Ruhe, zur Ausgeglichenheit und ins HIER und JETZT kommen, es kann sich das innere Gleichgewicht regulieren.........

Siehe Video mit Erklärung und Anleitung zum kohärenten Atmen von Kathrin Stamm : https://youtu.be/gIHckj6So6c

Reise in das HERZ Gottes
Eine Übung / Reise in das HERZ Gottes ( Ins Meer der Liebe ) Meditation  ( Dauer 23min. 44 sec. )  von Jan von Wille ( Terradeo-YT-Kanal )
Leider wird diese wunderschöne innere Reise zur inneren Liebe durch Werbeanzeigen unterbrochen, aber sonst ist er echt gut und führt nach innen. Wenn er sagt, wir sind Liebe, oder unser ICH löst sich auf, entspricht, dies natürlich nicht der Wahrheit. ( B. P. )
Die größte Offenbarung ist die Stille.

( Laotse; vermutlich 6. Jh. v. Chr. )

Die Stille... Welch ein wunderbares Echo erregt sie!
( © Michail Genin (1927 - 2003), russischer Aphoristiker )

Gedanken zur STILLE :

Die STILLE ist der Ort, an dem ich der ewigen, absoluten, bedingungslosen LIEBE und WAHRHEIT begegnen kann. ( B.P. )

Die STILLE ist der Ort, an dem ich mit dem HERZEN hören lernen kann. ( B.P. )

Die STILLE ist der Ort, durch den ich bis auf den Grund meiner SEELE abtauchen und mir selber  tief begegnen kann. ( B.P. )

Die STILLE ist der Ort, an dem ich mich im vergangenen Tag reflektieren kann, ebenso mein ganzes Sein und Wesen, vom ersten Bewußtsein bis heute. ( B.P.)

Die STILLE ist der Ort, an dem ich  aber auch der negativen geistigen Welt begegnen kann, wenn ich diese Stille OHNE JESUS gestalte. ( B.P. )

Die STILLE ist aber auch der Ort, an dem ich meinen INNEREN Treiber, ( dem inneren Schatten, " Schweinehund " o. ä. ) aushalten muß, der mich ständig von mir und Jesus sowie von der STILLE davon treiben will. ( B.P. )

Die STILLE ist der Ort, den der Mensch braucht, um zu sich zu kommen.

Die STILLE ist der Ort, an dem die SEELE zum Vor--schein kommt.

Die STILLE ist der Ort, an dem die SEELE zeigt, was ihr wehtut und was sie braucht.

Die STILLE ist der Ort, an dem die SEELE den NOT---WENDENDEN Schmerz dem Bewußtsein zuführt.

Die STILLE ist der Ort, an dem das eigene Wertgefühl spürbar wird.

Die STILLE ist der Ort, an dem die Phantasien für ein verändertes Leben Gestalt gewinnen.

Die STILLE ist der Ort, an dem sich der Mensch, wie an Keinem anderen Ort der Welt,

sich selbst und sein ureigenes Wesen spürt ! ! !

Doch ist die STILLE zugleich auch der Ort, der wie kein anderer gemieden wird ! ! ! ,

besonders auch von dem in ENTWICKLUNG VERZÖGERTEN Menschen.

Sollte er sich dennoch bereitfinden, diesen Ort aufzusuchen, angeregt vielleicht durch diese Zeilen, dann kann ihm die folgende, vielfach erprobte Übung vielleicht dabei behilflich sein.

( Vom Typ zum Original S. 80 von U.B. ) ( vgl.das Buch von U.B. " Herausforderung zum Leben " Lebenskrisen und ihre Überwindung, Hamburg, 1991, S.53 ff )

Nun die ÜBUNG :

Setzen Sie sich in einem ruhigen Zimmer auf den Teppich und lehnen Sie sich an die Wand.
Legen Sie Ihre Hände auf die Oberschenkel.
Schließen sie die Augen.
Lassen Sie die Gedanken kommen, wie sie kommen und gehen, wie sie gehen.
Schauen sie sich als ZUSCHAUER den Verlauf der Gedanken an, so, als betrachten sie ein interessantes Spiel.
Drängt sich ein Gedanke immer wieder auf, dann notieren Sie ihn auf einem neben ihnen liegenden Zettel.

 

Wandern Sie dann mit Ihren Gedanken durch Ihren ganzen Körper.
Spüren Sie eine Spannung ? Im Kopf vielleicht, im Magen vielleicht ?
Betrachten Sie nur dieses Spannungsfeld. Nehmen Sie es nur wahr. Versuchen Sie nicht, es zu verändern. Vielleicht verändert es sich dadurch, daß Sie es zur Kenntnis nehmen.
( Denn alles Schmerzende oder Bedrückende, ob im Körper oder in der Seele, beginnt sich mit uns auszusöhnen, wenn wir ihm Beachtung schenken. Das läßt sich nicht beweisen, das läßt sich nur ERFAHREN ).
Legen Sie dann beide Hände auf Ihren Unterleib.
Spüren sie, wie unter Ihren Händen der Atem in den Körper strömt, wie aus der " Tiefe " mit dem Atem neues Leben in Sie einzuziehen und Sie auszufüllen beginnt ??

 

Lassen sie sich Zeit für die Wahrnehmung dieser Veränderung ! ! !
Spüren Sie in die Wärme hinein, die sich unter Ihren Händen gebildet hat.
Lassen Sie vor Ihrem inneren Auge die warme " Stelle " zu einem warmen Kreis werden.
Lassen Sie sich Zeit für die Wahrnehmung dieser Veränderung ! ! !
Dieser Runde Kreis in der Mitte Ihres Körpers ist ein Symbol für das runde warme Selbst, das Sie-- im Grunde-- sind und häufig fühlen könnten.

Lassen Sie sich Zeit für diese neue Wahrnehmung ! ! !

Es kann sein, daß sich nun neue Bilder vor Ihrem inneren Auge entwickeln. Ich kann Ihnen nicht sagen, welche Bilder kommen. Wohl kann ich Ihnen sagen, daß Ihre eigenen kommen.

Lassen Sie sie zu, schauen Sie sie an, bleiben Sie bei ihnen ! ! !
( Denn diese Bilder sind die Gesichter Ihrer Gefühle. Die unter den Bildern sich verbergenden Gefühle sind Ihre eigenen persönlichen KRÄFTE, die wohl schon lange darauf warten, daß Sie sie kennenlernen.)
Lassen Sie sich Zeit für diese Bilder ! ! !
Schauen Sie sich jedes einzelne an.
WELCHES Gefühl zeigt sich Ihnen ?
Zeigt sich noch ein anderes ?
Spüren sie, wie Sie SICH zu fühlen beginnen ?
Lassen Sie sich Zeit für dieses neue Erleben .........! !

Wenn Sie sich in dieser Weise auf die " Wand " einlassen , dann kann es sein, daß Sie auch ganz allmählich nach--zu--denken beginnen :
--- über sich selbst,
--- über das, was Sie tun, wieder tun wollen, nicht mehr tun wollen, anders tun wollen.....
--- über das, was Sie " falsch " gelebt haben, gar nicht gelebt haben, jetzt leben wollen.....
Sie werden nicht nur mit neuen Bildern und Vorstellungen, sondern auch mit neuen Kräften IHREN STILLEN RAUM verlassen ! ! !

Vielleicht haben Sie über diese Zeilen rasch hinweggelesen.
Vielleicht sagen Sie auch diesen Leben tötenden Satz : " Für solche Dinge habe ich keine Zeit ."
Sicher ist, daß ein Mensch, der mit sich selber weiterkommen möchte, nicht weiterkommen wird, WENN ER SICH SELBST NICHT BERÜHRT ! ! !
Zahllos sind die Tipps, Tricks, Techniken und Methoden, die als Glücksgaranten angeboten werden und sicher sind manche darunter, die Gewinn bringen können.

DOCH    LEBENS --- Veränderungen, NICHT nur Verhaltensveränderungen ! ,

wird nur der an sich erfahren, der den zunächst ( ! ) mühsam erscheinenden Weg in die UREIGENE TIEFE sucht.

Denn wo sonst sollte er SEINE WAHRHEIT finden wenn nicht dort ? ? ? ! ! !

( Vom Typ zum Original S.81--83 von U.B. )

 

Dazu sagt der Hl. Augustinus : " Im INNEREN des MENSCHEN wohnt die WAHRHEIT "  !

" Ohne tägliche Stille – wer kommt der Vollkommenheit näher ? "

( Johann Caspar Lavater (1741 - 1801), reformierter Pfarrer, Philosoph und Schriftsteller aus der Schweiz )

" Unsere größten Erlebnisse sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden. "

( Jean Paul )

Eine andere Anleitung zum Stillwerden :

Meinen Leib und meine Seele stimme ich nun darauf ein, daß sie ganz da sind.

 

GEBET :

Hier bin ich, Jesus, vor Dir, wie ich bin.

Mit meiner Sehnsucht,

mit meiner Hoffnung,

mit meiner Freude,

mit meinem Ärger,

mit meiner Müdigkeit.

Hilf mir zu sehen, was Du, Jesus, mir jetzt zeigen möchtest,

zu hören, was Du mir sagen möchtest,

zu spüren, daß du bei mir bist.

 

Ausrichtung des Körpers :

Ich suche  eine Haltung zu finden, in der ich aufrecht und gelöst sitzen kann.

Die Füße ruhen in etwas Abstand voneinander fest auf dem Fußboden, sie sind geerdet.

Mein Körper ist aufgerichtet, er ist ausgerichtet nach oben.

Von der Sohle bis zum Scheitel nehme ich ihn wahr

und spüre nach, wie mir diese Haltung hilft, ganz wach und bereit zu sein.

Meine Augen sind geschlossen, sie sind nach innen gerichtet.

Ich lasse die Spannung in meinen Schultern los.........

Meine Hände liegen auf den Oberschenkeln oder offen wie eine Schale im Schoß.

Ich versuche nun meine Gedanken abzulegen,

Dir Jesus, zu überlassen. Du sorgst für alles.

Ich spüre meinen Atem wie er kommt und geht.

Ich überlasse mich ganz seinem Rythmus und spüre mit jedem Ausatmen mehr und mehr, daß die Entspannung zunimmt.

 

JESUS, ich bin nun ganz da, ich bin ausgerichtet auf Dich.

Du sprichst zu mir ..................

" Komme zu dir
halte inne
lausche
wie zärtlich doch
die stille
spricht ! "
( © Hans-Christoph Neuert (1958 - 2011), deutscher Aphoristiker und Lyriker )

Gebet zur Stille :

 

Schweigen möchte ich, Herr, vor DIR

und auf DICH warten !

 

Schweigen möchte ich, Herr,

damit ich verstehe,

was in DEINER Welt geschieht !

 

Schweigen möchte ich, HERR,

damit ich den Dingen ( u. a. IN mir ) nahe bin,

allen DEINEN Geschöpfen und ihre Stimme höre !

 

Ich möchte schweigen, Herr,

damit ich unter den vielen Stimmen

die DEINE höre und erkenne !

 

Ich möchte schweigen, Herr

und darüber staunen,

daß DU für mich ein Wort hast, das zu mir passen wird  !

( vom 26.10.1981 , Jörg Zink ? )

Täglich eine Stunde stille Betrachtung ist besser als ein Jahr Andacht.
( von und nach Hugo von Hofmannsthal ; 1874 - 1929 )

Folgender Text ist von Uwe Böschemeyer :

Noch eine andere Übung zum Stille werden : durch ein Fokuswort

Je schwerer es jemandem fällt, bei sich zu sein, desto günstiger sind für ihn Übungen mit einem klar strukturierten Ablauf. Eine solche Form für Menschen dieser Zeit hat der englische Kardiologe Herbert Benson mit seinem  " Relaxaton Response " , einer Streß-Abbau-Übung, entwickelt.

Sie faßt meditative Stilelemente verschiedener Kulturen zusammen. Benson empfiehlt, diese Übung ein--zweimal täglich 10 bis 20 Minuten zu praktizieren.

Die Wirkung ist erstaunlich : Relativ leicht verlieren sich die  in der Stille üblicherweise auftretenden störenden Gedanken. Körper und Seele kommen rasch zur Ruhe.

Der Geist wird klar. Der Übende fühlt sich gesammelt. Er kommt sich näher, er kommt zu sich selbst.

 

Die Übung verläuft so :

Ich wähle ein Fokus-Wort ( z. B. Ruhe, Frieden, Mut, Wahrhaftigkeit, --- oder JESUS ... oder......? ).

Ich nehme eine bequeme Haltung ein.

Ich schließe die Augen.

Ich entspanne die Muskeln.

Während ich langsam und natürlich atme, wiederhole ich bei jedem Aus-Atem das Fokus-Wort.

Ich bleibe passiv. " Wandern " die Gedanken, lenke ich sie sanft mit dem Fokus zurück.

 

Diese Übung ist gut ! Sie hilft weiter !   NUR : ein noch so gutes Geschenk bleibt für den Beschenkten wertlos, wenn er es nicht auswickelt und belebt.

Wer sich auf diese Übung einläßt, begegnet im Laufe der Zeit einem Phänomen, das kostbarer ist, als jeder äußere Erfolg.----------- Er begegnet seiner " INNEREN  STIMME " .

Gedanken zur " inneren Stimme " / Stille :

Wenn wir mit unserer inneren STIMME / STILLE in Kontakt treten wollen, geht das im Prinzip nur übers Schweigen. Das scheint sehr wichtig zu sein, denn wenn der Kontakt zu unserer ureigenen Innerlichkeit fehlt, fehlt der Dialog zu uns selbst => dann verlieren wir uns in die Welt => ins Außen !

" Seid still und erkennt, daß ich GOTT bin. "

( Psalm 46, 11 )

 " Die innere Stimme " / die Intuition

Die " Innere Stimme ", diese kostbarste, doch so vernachläßigte Stimme unserer inneren Welt --- wie könnte sie das Leben des Menschen verändern !

Wer ist sie und woher kommt sie ?

Sie ist ein geniales Zusammenspiel von Instinkt, Intuition, und Erfahrung, ein feinsinniges Duo von Natur und dem Schöpfergeist in uns.

 

Blaise Pascal, der große französische Philosoph, nannte sie die " Weisheit des Herzens ", und sagte von ihr, sie kenne Gründe zum Leben, von denen der Verstand nichts wisse.

Sie äußert sich nie laut.

Sie meldet sich nie im Stress.

Sie äußert sich nie unter Druck.

Sie entzieht sich allem Macherischen.

Sie läßt sich nur in der Stille hören.

Und der wird sie hören, der sie in der Stille hören möchte.

Sie kündigt sich an in Ahnungen.

Sie verdeutlicht sich durch Gefühle.

Sie drückt sich aus in Gedanken.

Und der, der sie hört, wird wissen, daß sie es ist, die in ihm spricht. Wer auf diese Stimme zu hören beginnt, fängt an, auf sich zu hören, und wird nicht mehr von Fremdem bestimmt.

( " Vom Typ zum Original " von Uwe Böschemeyer Seite 100--102 )

Gedanken über die Stille vom Hl. Charles de Foucauld

Eines der besten Mittel, um den Frieden mit Jesus Christus dem Schöpfergott, mit uns selbst und mit den Menschen zu bewahren, ist die Stille. Sie sammelt uns, verleiht uns den Geist des Gebets, macht unsere Seele frei, Gott ( Jesus Christus ) entgegenzufliegen, weit weg von menschlichen Diskussionen: Sie fördert also das tiefere Beten, die Vereinigung mit Gott, den tiefen Frieden einer Seele, die nicht mehr für die Welt lebt, sondern in Gott ( Jesus Christus ) verloren und versunken ist....

… Die STILLE hilft uns ungemein, Frieden mit uns selbst zu haben: Sie schneidet viele Sünden und eine Menge Zerstreuungen radikal ab […]. Sie hilft uns, Frieden mit den Menschen zu bewahren, indem sie Diskussionen, Streitigkeiten und Missstimmungen verhindert, ebenso wie Tratscherei, üble Nachrede und schließlich alle Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse, jeden Ärger, der durch Worte entsteht […].

Hl. Charles de Foucauld (1858-1916)
Eremit und Missionar in der Sahara
§ 66, Psalm 33 (Méditations sur les psaumes, éd. Nouvelle Cité 2002, p. 178–179, rev.; ins Dt. übers. © Evangelizo )

Geh hin, wo du nicht kannst: sieh, wo du siehest nicht;
Hör, wo nichts schallt und klingt, so bist du, wo Gott spricht.
( Angelus Silesius ; 1624 - 1677 )

Gedanken zur Stille von Papst Franziskus zur Weltsynode 2023

Erstens : Die Stille ist wichtig, die Stille ist mächtig ! Sie kann unsagbarem Leid im Unglück einen Ausdruck verleihen, aber auch in Momenten der Freude, einer Freude, die alle Worte übersteigt. ( ... )

Die Stille im Leben des Gläubigen !

Zweitens: ist die Stille wesentlich im Leben des Gläubigen. In der Tat steht sie am Anfang und am Ende des irdischen Lebens Christi. Das Wort, das Wort des Vaters, hat sich in der Krippe und am Kreuz, in der Geburtsnacht und in der Osternacht zur
„Stille“ gemacht. (…)

In einer Welt voller Lärm sind wir nicht mehr an die Stille gewöhnt, ja manchmal fällt es uns schwer, sie zu ertragen, weil sie uns mit Gott und mit uns selbst konfrontiert. Und doch ist sie die Grundlage der Sprache und des Lebens. Der heilige Paulus sagt, dass das Geheimnis des fleischgewordenen Wortes  „seit ewigen Zeiten unausgesprochen Wort ; (Röm 16,25), und er lehrt uns so, dass das Schweigen das Geheimnis bewahrt, so wie Abraham den Bund bewahrt hat, so wie Maria in ihrem Schoß das Leben ihres Sohnes bewahrt und in ihrem Herzen darüber nachgedacht
hat (vgl. Lk 1,31; 2,19.51). (…)

Gott mag kein großes Aufheben und kein Geschrei, kein Gerede und kein Getöse. Er zieht es vor, wie bei Elija, durch ein „sanftes, leises Säuseln "(1 Kön 19,12) zu sprechen, durch einen „Klangfaden der Stille“. Und so müssen auch wir wie
Abraham, wie Elija, wie Maria uns von viel Lärm befreien, um seine Stimme zu hören. Denn nur wenn wir still werden, erklingt sein Wort.

Die Stille für die Einheit der Christen !

Und schließlich, drittens: Die Stille ist wesentlich auf dem Weg der Einheit der Christen. Sie ist nämlich grundlegend für das Gebet, mit dem die Ökumene beginnt und ohne das sie unfruchtbar ist. So betete Jesus, dass seine Jünger „ EINS sein "
sollen (Joh 17,21). Das zum Gebet gewordene Schweigen ermöglicht es uns, das Geschenk der Einheit so anzunehmen, „wie Christus sie will " .

Bitten wir deshalb im gemeinsamen Gebet darum, dass wir wieder neu lernen, still zu werden, um auf die Stimme des Vaters, den Ruf Jesu und das Seufzen des Geistes zu hören.

Nun, da wir uns auf das bedeutende Jubiläum des großen Konzils von Nizäa zubewegen, bitten wir um die Fähigkeit : vereint und in Stille das Geheimnis des menschgewordenen Gottes anzubeten, in der Gewissheit, dass wir umso mehr untereinander geeint sein werden, je näher wir Christus sind.

Gedanken zur Stille von Thomas Merton

Viele suchen begierig; aber nur diejenigen werden finden, die in dauerndem Schweigen verharren … Jeder, der in einer Menge von Worten schwelgt, ist innerlich leer, auch wenn er wunderbare Dinge sagt. Wenn du die Wahrheit liebst, liebe das Schweigen. Das Schweigen wird dich wie das Sonnenlicht erleuchten und dich von den Phantomen der Unwissenheit befreien. Das Schweigen wird dich mit Gott selbst vereinen … Mehr als alles, liebe das Schweigen: Es bringt dir eine Frucht, die die Zunge nicht beschreiben kann.

Am Anfang musst du dich zwingen zu schweigen. Aber dann wird etwas geboren, das dich zum Schweigen hinzieht. Möge Gott dich dieses ‚Etwas‘, erfahren lassen, das aus dem Schweigen geboren wird. Wenn du dich darin übst, wird dir daraus ein unsagbares Licht aufgehen … Nach einiger Zeit wird in deinem Herzen aus dieser Übung eine gewisse Süßigkeit erwachsen und dein Leib wird in die Stille hineingesogen.”
( Thomas Merton Zisterziensermönch ; 1915-1968 )

Gedanken über die Stille vom Heiligen Franz von Sales :

" Wenn dein Herz wandert oder leidet, bring es an seinen Platz zurück und versetzte es sanft in die Gegenwart Gottes, und selbst dann, wenn du nichts getan hast in deinem Leben, außer dein Herz zurückzubringen und wieder in die Gegenwart Gottes zu versetzen, obwohl es jedes mal wieder fortlief, wenn du es zurückgeholt hattest, dann hat sich dein Leben wohl erfüllt "

( Franz von Sales => 21.8. 1567 --- 28.12. 1622 )

Von und nach Anselm Grün über das Stille Gebet !

Das Beten in rechter Weise und in Stille : konfrontiert uns  früher oder Später mit der ureigenen Wahrheit. Es wird alles auftauchen, was uns innerlich bewegt. Jesus kann uns mit seiner absoluten LIEBE sehr emotional und tief begegnen. Es tauchen die Konflikte der Vergangenheit auf, die Verletzungen und Wunden unserer Kindheit, aber auch positive Erinnerungen. Es kommt das in uns hoch, was uns gerade beschäftigt: evtl. verschiedenen Sorgen : z. B.  das Bangen um die Entwicklung der Kinder, das evtl. Leiden an der eigenen  Person,  die innere Unzufriedenheit, die Unruhe usw.

Beten in rechter Weise ist keine Flucht vor der Wirklichkeit. Im inneren, stillen Beten wird die Wahrheit meines Lebens offenbar. Viele fliehen vor der Stille innerhalb des Gebets. Das Gebet, in dem unsere Wahrheit offenbar wird, ist aber ein Gebet der Stille, in dem wir uns schutzlos Jesus Christus aussetzen, ( der die absolute LIEBE IST ) in dem wir alles, was in uns ist, vor Gott bringen, damit er es verwandle, ( Konkrete Anleitung zur Transformation siehe oben ) und heile.

( von und nach Anselm Grün)

In der vollkommenen Stille hört man die ganze Welt.
( Kurt Tucholsky ; 1890 - 1935 )

 

Was ist  der entscheidende Unterschied von Meditation und Kontemplation ? ? ?

Rein Äußerlich also Körperlich betrachtend besteht m. E. kein Unterschied, doch geistig /geistlich besteht m. E. ein sehr großer Unterschied :

Denn bei der Meditation geht es z. Großteil  nur uns selber, oder / und  wir öffnen uns einer unpersönlichen, geistigen Welt ( dem Universum, o. ä., so sagen m. E. die Esoteriker dazu ) die viele Meditierende aber nicht genau kennen !

M. E. ist vielen Meditierenden außerhalb des Christentums nicht bewußt, daß es zwei grundsätzlich gegensätzliche geistige Welten gibt ! ( Eine Finsternis, die sich von der schönen Seite zeigt, ( bei Esoterik z. B. ) sowie die andere:  das unerschaffene, absolute Licht, das  Jesus Christus,  IST ! ! ! )

Bei der Kontemplation geht es zwar auch z. T. um uns selber aber, der große Unterschied ist : wir Christen haben das geistige DU, die Person von JESUS, dem CHRISTUS,    IN   uns  gegenüber ! => Von dem wir viel durch die Bibel ( vor allem NT ) und die Kirche wissen können. Jesus, der nachweisbar auf Erden lebte, der von sich aus sinngemäß sagt : ER  IST der SCHÖPFERGOTT ! ! !

( von mir selber verfasst )

In der christlichen Tradition sind Meditation und Kontemplation in der Schriftbetrachtung (lectio divina) beheimatet.

Nach der Lektüre des Schrifttextes stellt man in der Meditation eigene Erwägungen an, die immer mehr ins Gebet münden. An dieses Gebet kann sich die Kontemplation anschließen als rein gnadenhaftes, wortloses Ruhen in Gott, als einfache, innere Schau der Gegenwart Gottes. Weil aber die Kontemplation ein reines Gnadengeschenk Gottes ist, kann der Mensch diese Kontemplation nicht „machen“, aber sich für diese Gnade vorbereiten.

In der christlichen Tradition wird die Meditation auch „erworbene Kontemplation“ genannt, im Unterschied zur eigentlichen Kontemplation, die dann als die von Gott „eingegossene Kontemplation“ bezeichnet wird.

Wenn also heute Kontemplationskurse angeboten werden, in denen man angeblich die Kontemplation als wortloses Ruhen in Gott lernen kann, dann hat diese Methode keinen Anhaltspunkt in der christlichen Tradition, wo die Kontemplation als Frucht aus der Meditation  (  => betrachten der Heiligen Schrift ) herauswächst.

( Von einem mir gut bekannten Professor für Spiritualität verfasst )

Lehrgeschichte zur Meditation :

Ein in Meditation erfahrener Mann wurde einmal gefragt : warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so gesammelt sein könne. Er sagte :

" Wenn ich stehe, dann stehe ich.

Wenn ich gehe, dann gehe ich.

Wenn ich sitze, dann sitze ich.

Wenn ich esse, dann esse ich.

Wenn ich spreche, dann spreche ich. "

Da fielen ihm die anderen ins Wort und sagten : " Das tun wir doch auch ".

Er aber sagte zu ihnen : " NEIN,

Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon;

Wenn ihr steht, dann geht ihr schon;

Wenn ihr lauft, dann seit ihr schon am Ziel ".

( Verfasser mir unbekannt )

Texte und Übungen zur Stille